Rückblick – 2010 im Südkreis

Viele Walsroder Bürger werden sehr erschrocken gewesen sein, als sie davon erfahren haben, dass am frühen Morgen des 8. Mai der Spruch „Jetzt kommt unser Zug“ an die Wand des städtischen Jugendzentrums gesprüht und die Fensterscheiben von Neonazis zerstört wurden.

Aus dem Schriftzug wird der Beweggrund der Nazis für die Sachbeschädigung ersichtlich: Am Abend des 8. Mai war ein Konzert zur finanziellen Unterstützung des Zugs der Erinnerung geplant, der zur Erinnerung an die Deportationen tausender Menschen durch die „Reichsbahn“ auch in Walsrode Station gemacht hatte. Da man den Nazis natürlich nicht den Erfolg eines verhinderten Konzerts
gönnen konnte, fand das Konzert trotzdem statt.

Doch einige der Bürger werden sich sicher auch gefragt haben, wo diese Neonazis
auf einmal herkommen.

Es ist in der Tat nicht einfach etwas über Neonazis in Walsrode und Umgebung zu erfahren. So tagten zum Beispiel die Ludendorffer – eine rassistische und antisemitische Sekte – lange Zeit unbehelligt über das Osterwochenende in Dorfmark. Freie Journalisten, die das Ganze beobachteten, wurden angegriffen. In der Walsroder Zeitung findet sich kein einziger Satz zu dem gesamten Geschehen. Und auch eine Pressemitteilung der Polizei sucht man vergebens, obwohl eine ganze Hundertschaft die Kundgebung eines breiten Bündnisses gegen das Treffen der Ludendorffer überwachte. Ein weiteres Beispiel ist die Versammlung von Neonazis (unter anderem aus Walsrode Schneverdingen, Celle und Hildesheim) am Soldatenfriedhof in Essel bei Schwarmstedt im November der Jahre 07-09. Auch hier: Kein Artikel in der Walsroder Zeitung, keine Pressemitteilung der Polizei. (mehr…)

Redebeitrag zur Demo am 22.10.2010 in Fallingbostel

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